„Hans-Peter Duttle kommt 1938 in Beirut zur Welt. […]Zusammen mit drei Amerikanern begibt sich der junge Mann 1962 auf eine illegale Besteigung des Mount Everest im verbotenen Tibet – für ihn ist es ein Aufbruch mit spirituellem Charakter. Die Expedition scheitert unter dramatischen Umständen. Wieder daheim, findet sich Hans-Peter Duttle in seinem Leben abermals nicht zurecht, und er wandert in den hohen Norden Kanadas aus. In einfachsten Verhältnissen lebend, verbringt er drei erfüllte, glückliche Jahre bei den Inuit.[…]“ (Verlagstext)
Inhaltsverzeichnis
Künstler, Alpinisten und Wissenschafter des Binnenlandes Schweiz leisteten seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zahllose Beiträge zur Polarforschung. Hier wird ein kaum bekanntes Kapitel aus der Wissenschafts- und Kulturgeschichte aufgeschlagen.
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Donnerstag, 30. August 2018
Freitag, 5. Mai 2017
Ahiarmiut: Kunst und Schicksal der letzten Inuitnomaden - Ausstellung in der Inuit Galerie, Zürich (ab 6. Mai 2017)
In jüngster Zeit wird das aufwühlende Schicksal der Ahiarmiut von Forschern aufgearbeitet. Hier lesen Sie einen zusammenfassenden Bericht dazu.
Inuit Galerie (Zürich)
Inuit Galerie (Zürich)
Dienstag, 15. März 2016
Calling the Animals - Arktische Geschichten gezeichnet, gedruckt und in Stein gemeisselt (Sonderausstellung im NONAM Zürich, 17.3. bis 3.7.2016)
Ihre Motive sind Menschen, Mischwesen und vor allem: Tiere. Ihre Szenen entstammen dem arktischen Alltag, überlieferten Mythen und der Fantasie. In archaischen Formen und bizarren Transformationen erzählen sie ihre Geschichten aus dem Eis. Die Rede ist von Inuit-Künstlern in Nunavut. In «Calling the Animals» präsentiert das NONAM Werke aus 45 Jahren «Überlebenskunst» in der kanadischen Arktis (1963 bis 2008) - gezeichnet, gedruckt und in Stein gemeisselt.
Die Bild- und Formensprache der Inuit aus Cape Dorset und Baker Lake ist einzigartig, ihre Druckgrafiken und Steinskulpturen sind unverkennbar. Ende der 1950er Jahre beschritten arktische Jägerkulturen neue Wege. Sie wagten erste Schritte auf künstlerischem Terrain und gewannen ein Leben in relativer Unabhängigkeit. Unter den Vorreitern befanden sich Künstlerinnen und Künstler wie Kenojuak Ashevak, Lucy Tasseor und Luke Anguhadluq, deren Werke heute beachtliche Auktionspreise erzielen und von Kennern und Kunstliebhabern auf der ganzen Welt gesucht sind. Aus dem einstigen Überlebensexperiment ist gefragte Kunst geworden. (NONAM)
Nordamerika Native Museum (NONAM, Zürich)
Die Bild- und Formensprache der Inuit aus Cape Dorset und Baker Lake ist einzigartig, ihre Druckgrafiken und Steinskulpturen sind unverkennbar. Ende der 1950er Jahre beschritten arktische Jägerkulturen neue Wege. Sie wagten erste Schritte auf künstlerischem Terrain und gewannen ein Leben in relativer Unabhängigkeit. Unter den Vorreitern befanden sich Künstlerinnen und Künstler wie Kenojuak Ashevak, Lucy Tasseor und Luke Anguhadluq, deren Werke heute beachtliche Auktionspreise erzielen und von Kennern und Kunstliebhabern auf der ganzen Welt gesucht sind. Aus dem einstigen Überlebensexperiment ist gefragte Kunst geworden. (NONAM)
Nordamerika Native Museum (NONAM, Zürich)
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| Luke Anguhadluq (1895-1982), Travelling by Foot (1975) - NONAM, Zürich |
Donnerstag, 22. Oktober 2015
«Geisterwelten & Transformationen. Spirituelle Bilder und Skulpturen der Inuit» - Ausstellung ab 31. Oktober 2015 in der Galerie Central, Zürich
Zum ersten Mal werden auch Arbeiten aus Walknochen in der Galerie zu sehen sein. Inuit nutzten lange Zeit verwitterte Walknochen, um Werkzeuge und Zeltbefestigungen herzustellen. In Pangnirtung, Igloolik und anderen Orten sind ausserdem imposante Kunstwerke aus den Wirbelknochen von Walen entstanden. Die Vorstellungskraft der Inuit und ihr sensibler Umgang mit der Natur werden in diesen Werken auf besondere Weise sichtbar. Skulpturen können nur dann aus Knochen entstehen, wenn diese 50 bis 100 Jahre der Verwitterung ausgesetzt waren. Es handelt sich dabei also immer um gealtertes Material. Für Kunstwerke wurden keine Tiere getötet. Die Materialien unterliegen jedoch strengen Artenschutz-Bestimmungen und ihr Handel ist erschwert. Das hat dazu geführt, dass Inuit eine Einkommensquelle verloren haben und kaum noch Kunstwerke aus Walknochen herstellen. In Zukunft werden es Museen und Sammler älterer Objekte sein, die diese Kunstform bewahren. Die in der Galerie gezeigten Arbeiten sind zwischen 1973 und 1975 bereits in die Schweiz gelangt. (Jeannine Bromundt)
Galerie Central (Zürich)
Galerie Central (Zürich)
Sonntag, 28. Dezember 2014
Künstlerischer Nachlass von Andreas Züst in der Graphischen Sammlung der Schweizerischen Nationalbibliothek
Geschenkweise und durch Ankauf gelangen bis 2017 rund 70'000 Diapositive, s/w-Negative und Abzüge von Andreas Züst (1947-2000) nach Bern (https://www.helveticarchives.ch/detail.aspx?ID=583039).
Teile des Fotoarchivs, das Verzeichnis seiner Kunst- und Büchersammlung sowie weitere Informationen zum Leben und Werk Andreas Züsts sind bereits heute online verfügbar unter http://www.andreaszuest.net/; Eintrag im "Historischen Lexikon der Schweiz" http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D49976.php. In den frühen Siebzigerjahren war Züst als Mitarbeiter des ETH-Professors für physische Geografie und Glaziologie Fritz Müller (1926-1980) am North-Water-Project beteiligt.
Die Abbildung stammt aus dem Film über das Nordlicht Picture of Light (83 Min) von Peter Mettler; mit Andreas Züst als Koproduzent entstand er zwischen 1991 bis 1994. Bezug in der Schweiz: www.looknow.ch
Siehe auch Post vom März 2014 http://polararchiv.blogspot.ch/2014/03/the-eagle-has-landed-oder-wozu-ein.html
Teile des Fotoarchivs, das Verzeichnis seiner Kunst- und Büchersammlung sowie weitere Informationen zum Leben und Werk Andreas Züsts sind bereits heute online verfügbar unter http://www.andreaszuest.net/; Eintrag im "Historischen Lexikon der Schweiz" http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D49976.php. In den frühen Siebzigerjahren war Züst als Mitarbeiter des ETH-Professors für physische Geografie und Glaziologie Fritz Müller (1926-1980) am North-Water-Project beteiligt.
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| Andreas Züst beim Modellieren einer Schneeskulptur im Churchill Motel & Hotel (Churchill, Manitoba, Kanada) |
Die Abbildung stammt aus dem Film über das Nordlicht Picture of Light (83 Min) von Peter Mettler; mit Andreas Züst als Koproduzent entstand er zwischen 1991 bis 1994. Bezug in der Schweiz: www.looknow.ch
Siehe auch Post vom März 2014 http://polararchiv.blogspot.ch/2014/03/the-eagle-has-landed-oder-wozu-ein.html
Sonntag, 14. Dezember 2014
Importverbot für Robbenprodukte (Wintersession 2014 des Nationalrats)
BERN. Nach langem Hin und Her ist der Weg frei für ein Verbot von Einfuhr und Handel mit Robbenprodukten. Der Nationalrat hat am Montag eine Motion von Oskar Freysinger (SVP/VS) in abgeänderter Form angenommen.
Die grosse Kammer hatte der Motion vor über zwei Jahren schon einmal zugestimmt, Der Ständerat schob das Anliegen jedoch auf die lange Bank. Er wollte zunächst den endgültigen Entscheid der Welthandelsorganisation WTO zum EU-Handelsverbot abwarten. Dieses war von Kanada und Norwegen angefochten worden.
Inzwischen hat die WTO das Verbot grundsätzlich für rechtmässig erklärt. Deren Schlichtungsstelle kritisierte allerdings, dass die Inuit vom Jagdverbot ausgenommen werden sollen. Der Ständerat änderte darum die Motion in dem Sinn ab, dass für die Schweiz die gleichen Regeln gelten müssen, wie sie die EU aufgrund des WTO-Entscheids beschliesst. Mit der Umsetzung soll zugewartet werden, bis die EU eine WTO-konforme Lösung gefunden hat.
Dieser Version der Motion hat sich der Nationalrat stillschweigend angeschlossen. Über die Auswirkungen eines Verbots gehen die Meinungen auseinander. Mit Ausnahme von Omega-3-Kapseln sind seit zehn Jahren keine Robbenprodukte in die Schweiz mehr eingeführt worden. 34 Länder haben den Import verboten, darunter die USA und Russland, (sda) - Appenzeller Zeitung vom 25.11.2014
Da stellt sich die Frage, was bei einem vollständigen Importverbot die Inuit mit den Fellen anfangen sollen, die von erwachsenen Robben stammen. Erwachsene Robben werden zu ihrer eigenen und zur Ernährung der Schlittenhunde bis heute legal gejagt. Ein Verdienst konnte bisher dadurch erzielt werden, indem die Felle gereinigt, gegerbt und dann zu Gebrauchsgegenständen oder zu Souvenirs verarbeitet wurden.
Die grosse Kammer hatte der Motion vor über zwei Jahren schon einmal zugestimmt, Der Ständerat schob das Anliegen jedoch auf die lange Bank. Er wollte zunächst den endgültigen Entscheid der Welthandelsorganisation WTO zum EU-Handelsverbot abwarten. Dieses war von Kanada und Norwegen angefochten worden.
Inzwischen hat die WTO das Verbot grundsätzlich für rechtmässig erklärt. Deren Schlichtungsstelle kritisierte allerdings, dass die Inuit vom Jagdverbot ausgenommen werden sollen. Der Ständerat änderte darum die Motion in dem Sinn ab, dass für die Schweiz die gleichen Regeln gelten müssen, wie sie die EU aufgrund des WTO-Entscheids beschliesst. Mit der Umsetzung soll zugewartet werden, bis die EU eine WTO-konforme Lösung gefunden hat.
Dieser Version der Motion hat sich der Nationalrat stillschweigend angeschlossen. Über die Auswirkungen eines Verbots gehen die Meinungen auseinander. Mit Ausnahme von Omega-3-Kapseln sind seit zehn Jahren keine Robbenprodukte in die Schweiz mehr eingeführt worden. 34 Länder haben den Import verboten, darunter die USA und Russland, (sda) - Appenzeller Zeitung vom 25.11.2014
Da stellt sich die Frage, was bei einem vollständigen Importverbot die Inuit mit den Fellen anfangen sollen, die von erwachsenen Robben stammen. Erwachsene Robben werden zu ihrer eigenen und zur Ernährung der Schlittenhunde bis heute legal gejagt. Ein Verdienst konnte bisher dadurch erzielt werden, indem die Felle gereinigt, gegerbt und dann zu Gebrauchsgegenständen oder zu Souvenirs verarbeitet wurden.
| Fäustlinge aus dem Fell einer erwachsenen Ringelrobbe (Nachlass Victor Stoll / Polararchiv Schweiz) |
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