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Montag, 19. Oktober 2020

Ozonloch über dem Südpol ist so gross wie selten zuvor, Sven Titz

Erholung dürfte langsamer vonstattengehen als erwartet. Anders als im vergangenen Jahr hat sich diesmal wieder ein kräftiger Polarwirbel über der Antarktis gebildet. Das hatte Folgen für die Ozonschicht. 

Neue Zürcher Zeitung, 15.10.2020, Seite 16.

Montag, 12. Oktober 2020

Swiss Polar Day revisited

On 16 October, the SPI organises the Swiss Polar Day 2.0, a networking event for the Swiss polar science community. Researchers from all fields of polar studies, from humanities to glaciology, are welcome to join this event on 16 October 2020 from 15:00 to 17:00. The session will be held at the University of Zurich, Rämistrasse 71, room KOH-B-10, but will also be made available online. 

Programm und Anmeldung: https://swisspolar.ch/event/swiss-polar-day-2-0/

Montag, 5. Oktober 2020

Julian Charrière: Towards No Earthly Pole (Aarauer Kunsthaus, 6.9.2020 – 3.1.2021)

In einer grossen Einzelausstellung präsentiert das Aargauer Kunsthaus das Schaffen des jungen Westschweizers Julian Charrière (*1987). Wie die frühen Entdecker zieht es den Künstler in die unwirtlichsten Gegenden der Welt, wie an den Nordpol oder in ein Atomwaffentestgebiet. In seiner neusten Filmprojektion nimmt er das Publikum mit auf seine künstlerischen Expeditionen zu einzigartigen Eislandschaften unseres Planeten. In ausgewählten Fotografien, Skulpturen und Installationen findet der Film einen Echoraum. (Medienmitteilung) 

Abbildung: Julian Charrière, Towards No Earthly Pole - Concordia, 2019 Courtesy the artist © 2020, ProLitteris, Zürich

Grönland wird mehr Eis verlieren als jemals zuvor im Holozän, Sven Titz

Mit Rechenmodellen rekonstruieren Forscher die Eisbilanz der letzten 12 000 Jahre. Neue Zürcher Zeitung, Forschung und Technik, Samstag, 3.Oktober 2020, Seite 55.

Samstag, 19. September 2020

Arktisches Meereis nahe dem Rekordminimum, von Sven Titz

Nicht nur die hohen Temperaturen haben in diesem Sommer zum stärksten Rückzug seit 2012 geführt. Zur Nordostpassage: "Noch wird diese Route kaum frequentiert. Doch Russland setzt darauf, dass zunehmend Flüssigerdgas von der Jamal-Halbinsel in Sibirien per Tankschiff exportiert werden kann - vorwiegend nach Asien." Neue Zürcher Zeitung, 19.9.2020, Seite 22.

Freitag, 21. August 2020

Montag, 10. August 2020

Director Konrad Steffen tragically died in an accident

On Saturday, August 8, 2020, our director Konrad Steffen was tragically killed in an accident during field work in Greenland. WSL

Schnee und Eis waren seine Leidenschaft, Nachruf von Thomas Stocker.
Thomas Stocker ist Klimaforscher an der Uni Bern. Er leitet dort die Abteilung für Klima- und Umweltphysik und ist Präsident des Oeschger-Zentrums für Klimaforschung.
Neue Zürcher Zeitung vom 14.08.2020 Seite 12.

Samstag, 25. Juli 2020

Die USA umgarnen die Färöer und Grönland, von Rudolf Hermann

Dänemark nordatlantische Autononomiegebiete könnten versucht sein, sich weiter vom Königreich zu entfernen.

Neue Zürcher Zeitung, 25.7.2020, Seite 3.


Sonntag, 12. Juli 2020

Das neue Gesicht der Arktis, von Rudolf Hermann

China baut an der "blauen Seidenstrasse", Russland rüstet militärisch auf, Amerika will lange Versäumtes rasch aufholen: Vieler Augen sind derzeit auf die Arktis gerichtet. Für deren europäische Anrainer wird der Spielraum enger.

Neue Zürcher Zeitung, Samstag, 11. Juli 2020, Seite 10.

Donnerstag, 23. Januar 2020

Grönland 1912 (Ausstellung vom 6.Februar bis 19. April 2020 im Landesmuseum Zürich)

«1912 durchquerte Alfred de Quervain Grönland. Die Daten, die der Schweizer Forscher auf der siebenwöchigen Expedition gesammelt hatte, sind für die Wissenschaft bis heute von Bedeutung. Die Ausstellung beleuchtet de Quervains Pioniertat im ewigen Eis und verknüpft sie mit der Gegenwart. Bis heute betreibt die Schweiz in Grönland Gletscherforschung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einem der zentralsten Themen unserer Zeit: der Klimaerwärmung.» (Landesmuseum, Zürich)

Landesmuseum

Siehe auch die Beiträge von Marc Tribelhorn, Helga Rietz, Sven Tietz sowie von Stephan Orth in der NZZ, 7.2.2020, Seiten 45-51.

Die Überquerer: Roderich Fick, Karl Gaule, der 33jährige Alfred de Quervain und Hans Hössli

Sonntag, 8. Dezember 2019

Arctic Riches Revealed in Swiss Museum Ethnographic Collections, Text: Florian Gredig, Igor Krupnik, and Martin Schultz

«A land-locked nation in the heart of Europe, with no Navy or any colonial ambitions throughout its long history Switzerland is an unlikely candidate for a ‘hub’ of Arctic ethnographic collecting. Yet, thanks to a long-established tradition of academic learning and many industrious and devoted private citizens, Swiss museums were able to amass a substantial number of ethnographic and archaeological collections from various parts of the Arctic. Only recently did these ‘Arctic treasures’ receive some public and scholarly attention; this short paper is the first attempt to summarize the ethnographic (and partly archaeological) collections from the North that are housed at many Swiss museums.»

Kunst & Kontext # 17 Juni 2019, Seite 23-32; zum PDF

Sonntag, 1. Dezember 2019

Nachgetragen sei: In der vom 21. September bis zum 11. November 2018 im Helmhaus Zürich gezeigten Ausstellung "Refaire le Monde * Proposition" wurde der Film "SILA and the Gatekeepers of the Arctic" von Corina Gamma gezeigt

«Die Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich am anschaulichsten dort, wo das Eis schmilzt: in der Arktik. Die Polareisdecke unter den Füssen der Schweizer Klimaforscher*innen und der Jäger*innen in Grönland ist heute noch halb so dick wie vor zwanzig Jahren. Auf die Lebensgewohnheiten des InuitVolkes wirkt sich das dramatisch aus: Die Jagdsaison wird kürzer und kürzer, und der Mangel an Nahrung zwingt viele von ihnen in die Hauptstadt Nuuk umzuziehen, wo die Tradition ihres naturverbundenen Lebens einem globalisierten, wenig nachhaltigen Standard weicht – in uniformen Plattenbauten, wo der Alkohol verführt und die Depression droht. Die Schweizer Filmregisseurin Corina Gamma verfolgt diesen ökologischen und gesellschaftlichen Wandel in Grönland in ihrem eindrücklichen Dokumentarfilm «SILA and the Gatekeepers of the Arctic», den wir über die gesamte Ausstellungsdauer zeigen. SILA steht in der Sprache der Inuit für das Wetter, das für sie das Gewissen der Natur ist.» Refaire le monde

SILA and the Gatekeepers of the Arctic

Sonntag, 24. November 2019

«Wenn die Montage zur Demontage wird.» African Mirror. Zu einer Rezension eines Films Mischa Hedingers über René Gardi (WoZ, Nr. 46/2019)

«Wurde die postkoloniale Theorie anfänglich als moralisierend abgetan, ist sie aus der Geschichtsschreibung nicht mehr wegzudenken. Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen haben sich mit der Verflechtung der Schweiz mit dem kolonialen Herrschaftsprojekt beschäftigt. Mit seinem Film führt Hedinger nun einem breiten Publikum vor, was ein dominanter weisser Blick genau bedeutet.», hält Kaspar Surber in der WoZ Nr. 46/2019 vom 14.11.2019 fest.

Weshalb steht in dieser Rezension der Grund nicht, weshalb der ausgebildete Sekundarlehrer René Gardi sich, jedenfalls meines Wissens nach, ein Betätigungsfeld ausserhalb der Schweiz suchte (nur so von wegen wegen Geschichtsschreibung  bzw. «-wissenschaft»)?

Veröffentlichungen von René Gardi u.a.
(1939) Puoris päivä!: Im Flussboot und zu Fuss durch Finnisch Lappland / Buchschmuck Randbildchen [von] Bruno Scheidegger. Bern; Leipzig: P. Haupt, 1939. IV, 162 S. : Ill. ; 22x15 cm.

(1940) Finnland / Allerlei über Land und Volk von René Gardi; mit Bildern [auf 14 Tafeln] von Fritz Ommerli; [Deckenentwurf von Bruno Scheidegger]. Aarau: H.R. Sauerländer & Co., [1940]. IV, 64 S. ; 20 x 13 cm. (SNB)

(1945) Der Fremde am Tana: Eine Geschichte aus Lappland / Zeichnungen und Schutzumschlag von Gunther Schärer. Aarau: H.R. Sauerländer & Co., [1945]. IV, 264 S. : Ill.; 22x14 cm. (SNB)

(1946) Nordland: Unter Fischern an Norwegens Küsten. Zürich: Orell Füssli, 1946. Ill.; 23x16 cm. (SNB)

(1947) Walfischjagd: Erlebnisse bei Walfängern an der norwegischen Küste / Zeichnungen Hans Thöni; Karten Willy Gardi, Photos des Verfassers [auf 16 Tafeln]. Aarau: H.R. Sauerländer & Co., 1947. IV, 164 S.: Ill.; 21x15 cm. (SNB)

(1948) Chasse à la baleine / Trad. par Fernand Loew. Neuchâtel; Paris: V. Attinger, 1948. 179 p.: ill.; 8° (SNB)

(1952) Spitzbergen, Land der kühlen Küste / (Photogr. Aufnahmen von Helge Ingstad, vom Norwegischen Polarinstitut Lunkke, von Alwin Pedersen und René Gardi). Bern: Paul Haupt; Tübingen: Katzmann-Verlag, 1952. 56 S. Ill.; Das offene Fenster; 3. (SNB)

(1954) Unter Walfängern und Eismeerfischern / (Mit Bildern nach Aufnahmen des Verf., Zeichnungen von Gunther Schärer). Zürich: Orell Füssli, 1954. 226 S., 16 Taf.: Ill. Kartenskizzen. (SNB)

(1961) Wiedersehen mit Lappland. Bern: Chocolat Tobler, [1961]. 64 S.: Ill. ; 4°. Sowie Ausgabe in französischer Sprache. (SNB)

(1961) Unter dem Polarkreis: Fahrten und Wanderungen in Skandinavien / Neubearb. der Bücher "Nordland", "Walfischjagd" und "Puoris päivä". Photogr. von René Gardi [und] Res Gardi. Karten von E[mil] Joller und Skizzen von Günther Schärer. [Lizenzausg.]. Zürich: Büchergilde Gutenberg, 1961. 239 S.: Ill.; 8°. (SNB)

Freitag, 8. November 2019

Guido Baselgia. Als ob die Welt zu vermessen wäre (Fotostiftung Schweiz, Winterthur, bis 16. Februar 2020)

Der Fotograf als Forschungsreisender: In den vergangenen zwanzig Jahren bewegte sich Guido Baselgia mit seiner Kamera in geologischen Randzonen, tastete die karge Erdoberfläche ab und beobachtete Lichtphänomene in den Alpen, den Anden und im Norden Norwegens. Seine Studien übersetzte er in die Bildsprache einer langsamen, analogen Fotografie. So entstanden schwarzweisse Tableaus an der Grenze zur Abstraktion, ausgeführt als grossformatige Silbergelatineabzüge oder Heliogravüren, die sich durch ihre Detailliertheit und materielle Beschaffenheit auszeichnen. Die Ausstellung knüpft an die bekannten Werkzyklen – «Hochland», «Weltraum», «Silberschicht« und «Light Fall» – an und stellt erstmals Baselgias neuestes Projekt vor. Dieses führt ihn nach Ecuador und Peru, ins Amazonasbecken. Auf seinen Expeditionen setzt sich der Fotograf mit der Darstellbarkeit des tropischen Regenwaldes auseinander. Die flirrende Dichte und Vielfalt der Vegetation verwandelt er in Kompositionen grösster Ruhe und Konzentration. Porträts der indigenen Bewohner und Stillleben aus dem Umfeld der Siedlungen werden zu Reflexionen über die fotografische Repräsentation dieser bedrohten Lebenswelt. Wie ein Memento Mori würdigt Baselgias Arbeit diesen Landschaftsraum, dessen wirtschaftliche Ausbeutung sich längst auf das globale Klima auswirkt. Fotostiftung Schweiz

Mittwoch, 6. November 2019

PolARTS – Arts meet polar science. Call for Proposals. A pilot project from Pro Helvetia and the Swiss Polar Institute

Background
The interface between art and science opens new frontiers and potentials for both fields, which can contribute to the genesis of inspiring art forms as well as offer innovative perspectives on knowledge production and dissemination. Scientists and artists alike work with ideas and hypotheses reflecting their understanding and various models of the world around them. Even if their methodologies are very different, both disciplines can question existing orders and realities. Yet, art and science cooperation are limited and barriers between these two worlds remain. Transdisciplinary approaches between art and science on a mutual level can help to bridge boundaries, overcome distrust, nurture progress in individual work, and create new insights into shared research interests. In order to offer a platform for the interplay between art and science, Pro Helvetia (Swiss Arts Council) and the Swiss Polar Institute (SPI) have launched a joint initiative aiming at mediating partnerships between polar scientists and artists and supporting the exchange between the two communities. The goal of the programme is to enable dialogue and the exchange of ideas between polar science and art practice.The proposed format aims to support the cooperative process between disciplines and to create space for new collaborative and explorative practices.

Proposed formats of exchange: Polar scientist-artist tandems
The PolARTS programme will fund up to three transdisciplinary tandems composed of an artist and a polar scientist over a period of about eight months in order to enable mutual exchanges and facilitate interactions between art and science. The tandems will meet on a regular basis on different sites (laboratories, ateliers, scientific and artistic events and gatherings, etc.) and exchange on their research interest, professional activities, career perspectives, work background, etc. Each tandem is requested to propose a collaborative process over a period of approximately eight months, defining the format, the aims and the motivation of the participants. The tandem’s proposal has to engage with issues and topics linked to polar regions, the Arctic or Antarctic, or in remote high-altitude regions, the so-called “Third pole”, such as the Andes or the Himalaya. The overarching aim of the collaboration is to inspire each other across disciplinary boundaries and to promote mutual understanding by perceiving one’s own activity through the eyes of the tandem partner. A further aspect of the collaboration is to explore how new creative linkages can be created between the fields/worlds of science and art. This could either be explored by developing a common approachor by working side by side on existing projects, inspiring, challenging and supporting each other.

Deadline for applications: 30 January 2020, 14:00 (Swiss time)

Swiss Polar Institute

Montag, 4. November 2019

Switzerland in Greenland. Alfred de Quervain's rediscovered mountains in East Greenland, by Jan Løve and Hans Christian Florian Sørensen

«The book describes the Swiss meteorologist Alfred De Quervain’s crossing of the Greenlandic icecap from West Greenland to East Greenland in 1912, and how a small piece of Switzerland came to East Greenland. The books two authors have through travels, historical sources and with the collaboration with the Greenlandic Place Names Committee, rediscovered the almost unknown Switzerland in East Greenland north of Tasiilaq. Through expedition history and place name research, the two authors have also managed to make this piece of history relevant in our time. As a result of their work, Alfred De Quervain’s place names have been placed on a modern map, and some of them have been officially recognized as the name for the place. The book is richly illustrated with maps and photos.» (The Greenlandic Society)

Käuflich kann dieses Buch hier bezogen werden und in einer Bibliothek in der Schweiz ist es hier einsehbar.