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Mittwoch, 22. April 2015

Thomas Ulrich bricht Testlauf vom Nordpol zur kanadischen Küste ab

Thomas Ulrich teilte seinem Expeditionsmanager Hans Ambühl letzten Freitag per Satellitentelefon mit, dass er seinen 800 Kilometer weiten Marsch vom Nordpol nach Ward Hunt Island an der kanadischen Küste wegen zu grosser Risiken abbreche.

"Ulrich sei sich immer bewusst gewesen, dass sowohl die Testexpedition als auch die Arktis-Überquerung im nächsten Jahr 'die kompromisslose Akzeptanz eines unlimitierten Risikos voraussetzen'", ist in der heutigen Ausgabe des Tages-Anzeigers zu lesen.

Hans Ambühl weiter: "Einerseits bin ich natürlich überrascht und auch enttäuscht über das schnelle Ende der Expedition. Auf der anderen Seite bin ich aber auch stolz und glücklich, dass Thomas auf der Testexpedition die Antwort auf eine sehr zentrale Frage gefunden hat und sich aus eigenem Antrieb und nicht aufgrund einer Verletzung oder einer Notfallsituation für den Abbruch entschieden hat." Thomas Ulrich soll gestern die russische Eisstation Barneo erreicht haben.

Eintrag vom Juni 2013 im Polararchiv Schweiz. Homepage und Webshop von Thomas Ulrich

Bild: Tages-Anzeiger / zvg

Freitag, 17. April 2015

Milliardeninvestitionen in der Arktis (NZZ 17.4.2015)

(dpa) Russland will trotz der Wirtschaftskrise in den nächsten Jahren umgerechnet etwa vier Milliarden Franken in Projekte in der Arktis investieren. Es unterstreicht damit sein Engagement in der rohstoffreichen Region. Die auf fünf Jahre angelegte Summe sei zum Aufbau ziviler und militärischer Objekte bestimmt, sagte Vizeregierungschef Dmitri Rogosin nach Angaben der Tageszeitung «Kommersant» vom Mittwoch. Bei der ersten Sitzung der staatlichen Arktis-Kommission beauftragte Rogosin zudem das Wirtschafts- und das Justizministerium, ein Arktisgesetz vorzubereiten. «Verordnungen zur Regelung der Rechtsverhältnisse in der Region fehlen», sagte er. Russland behauptet, sein Festlandsockel reiche so weit in die Arktis, dass Moskau den Nordpol beanspruchen dürfe. Die Abgrenzung der Region ist jedoch nicht hinreichend geklärt.