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Sonntag, 27. Oktober 2013

"Grönland macht den Weg für Bergbaukonzerne frei"

So der Titel eines Artikels in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 26. Oktober. Am letzten Donnerstag wurden zwei Entscheidungen getroffen, die Grönland zukünftig eine grössere wirtschaftliche Unabhängigkeit sichern sollen.

Die Regierung Grönlands schloss mit dem britischen Rohstoffförderer London Mining ein Abkommen über die Erschliessung der 150 Kilometer nördlich von Nuuk gelegenen Eisenerzmine Isua für dreissig Jahre ab. Künftig sollen dort jährlich 15 Millionen Eisenerz abgebaut werden, die Erschliessungskosten dafür gibt das Bergbauunternehmen mit 2,3 Milliarden Dollar an.

Grönland erhofft sich von dem Projekt Steuereinnahmen von umgerechnet 280 Millionen Euro jährlich. Das entspricht einem Fünftel des derzeitigen Bruttoinlandsprodukts. Rund 3'000 Stellen sollen für die Erschliessung der Mine geschaffen werden; dauerhaft rechnet die Regierung mit 750 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Als wichtigste Anteilseigner von London Mining werden die Finanzinvestoren F&C Asset Management und Blackrock sowie der Staatsfonds von Singapur ausgewiesen. Chinesische Aktionäre seien bei London Mining nicht beteiligt, teilte ein Sprecher der Firma auf Anfrage der FAZ mit.

Gleichentags entschied das grönländische Parlament mit knapper Mehrheit, dass ein 1988 verabschiedetes Gesetz aufgehoben wird, das den Abbau radioaktiver Stoffe komplett verboten hat. Grönland könnte nun zu einem der zehn wichtigsten Uranlieferanten der Welt werden. Allerdings könnte es noch ein Veto Dänemarks geben, das in der grönlänischen Sicherheitspolitik ein Mitspracherecht hat.

Artikel im Tages-Anzeiger vom 4.11.13 http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/Groenlands-Jagd-nach-Rohstoffen-veraendert-die-Arktis/story/10157665

Samstag, 12. Oktober 2013

Prix de Quervain 2013 für Polar- und Höhenforschung

Zum fünften Mal wird der "Prix de Quervain" für Polar- und Höhenforschung vom Swiss Committee on Polar and High Altitude Research, a Committee of SCNAT and SAMS verliehen.

Das Symposium und die Preisverleihung an Nicole Inauen ("Alpine Gletschervorfeldpflanzen unter erhöhter atmosphärischer CO2-Konzentration") und Lena Hellmann ("Arktisches Treibholz aus Grönland und Spitzbergen - Holzanatomische Klassifikation") finden am Mittwoch, 6. November 2013 von 18.00 - 20.30 Uhr im Alpinen Museum in Bern statt.

http://www.polar-research.ch/e/prix_de_quervain/symposium/2013/

Treibholz am Strand von Smeerenburg, NW-Spitzbergen (August 2003). Stefan Kern/Polararchiv Schweiz