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Montag, 29. Januar 2018

Diese Expedition schickt dich in die Arktis, von Daniel Krähenbühl (20min.ch, 29.1.18)

Die Arktis, fünf Jugendliche und eine Mission: Das Swiss Arctic Project sucht Teilnehmer für eine unvergessliche Forschungsreise.

Zerklüftete Fiorde und endlose Gletscher, aber auch eisige Winde und tobende Stürme auf dem Polarmeer - das alles können fünf junge Schweizer zwischen 16 und 25 Jahren diesen Sommer erleben, wenn sie sich erfolgreich für das Swiss Arctic Proiect qualifizieren.

Wenn Charles Michel, der Leiter des Projekts, von der nächsten Arktis-Reise des Expeditionsschiffes «MV San Gottardo» erzählt, kommt er ins Schwärmen. «Dort ist man der Natur extrem nah. Das ist ein unglaubliches Gefühl», sagt Michel. Er erzählt von wellenreitenden Zwergwalen, Rentiere mit ihren Jungtieren und Walrossen, die sich gemütlich in der Sonne fläzen.

Den Klimawandel dokumentieren
Doch beim Swiss Arctic Project geht es nicht um eine Touristenreise, sondern um eine wissenschaftliche Expedition mit dem Ziel, in der Schweiz das Bewusstsein um die sich in der Arktis besonders sichtbar abspielende Naturkatastrophe zu verstärken. Michel sagt: «Es sind unsere Kinder, die mit diesen Folgen der Klimaerwärmung leben und die damit verbundenen Probleme lösen müssen.»

Charles Michel arbeitete über 30 Jahre lang für das Schweizer Fernsehen und war auf der ganzen Welt im Einsatz. Er sah die Auswirkungen des Klimawandels mit eigenen Augen. Diese seien auch in der Schweiz klar ersichtlich. Allein letztes Jahr seien hierzulande 1.5 Milliarden Kubikmeter Gletschereis weggeschmolzen.

Umso wichtiger sei es daher, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Für das Swiss Arctic Project werden jetzt fünf 16- bis 25-jährige Jugendliche und junge Erwachsene gesucht, die sich für den Klimawandel interessieren und diesen hautnah und wissenschaftlich begleitet dokumentieren wollen. Die Reise ist dabei ein echtes Abenteuer und wird kein Spaziergang: Auf der Tagesordnung stehen Temperaturen im Minusbereich, Eisbären, gegen die man sich mit Waffen absichern muss und ein Eismeer, in dem man innert Sekunden an einer Unterkühlung sterben kann. Die Arktis fordert ihren Besuchern alles ab.

1000 Franken Lohn
«Während der Expedition erarbeiten sie gemeinsam den ‹Students Climate Report 2018›», erklärt Michel. Der Auftrag an die Teilnehmer lautet: Fakten zum Klimawandel ermitteln und mit Politikern, Betroffenen und Forschern vor Ort Interviews darüber führen. Wer mitmachen will, muss möglichst viele Stimmen im Online-Voting sammeln. Zentraler Teil des Projektes sei nämlich, dass die Expeditionsmitglieder ihren Bekanntenkreis an ihren Erkenntnissen und Erlebnissen teilhaben lassen – sei es auf Facebook, Twitter, Youtube, Instagram oder auf dem eigenem Blog. Jeder Expeditionsteilnehmer erhält für seine Arbeit 1000 Franken Lohn.

Einer der berühmtesten Schweizer Polarforscher, Konrad Steffen, ist als «Götti» für die Jugendlichen am Projekt beteiligt. Der Direktor der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) ist für seine Forschung über die Auswirkungen des Klimawandels weltbekannt. «Die Teilnehmer sollen sich mit dem Klimawandel auseinandersetzen und sich entsprechende Fragen stellen», sagt Steffen. Das Projekt finde er sehr gut, denn Jugendliche und junge Erwachsene würden viel eher auf Gleichaltrige hören, als trockenen Vorträgen von Forschern zu lauschen. «Das ist bei meinen Kindern genau gleich», sagt Steffen. (Pressetext)

Swiss Arctic Project

MV San Gottardo (Bild: Charles Michel)

Mittwoch, 22. April 2015

Thomas Ulrich bricht Testlauf vom Nordpol zur kanadischen Küste ab

Thomas Ulrich teilte seinem Expeditionsmanager Hans Ambühl letzten Freitag per Satellitentelefon mit, dass er seinen 800 Kilometer weiten Marsch vom Nordpol nach Ward Hunt Island an der kanadischen Küste wegen zu grosser Risiken abbreche.

"Ulrich sei sich immer bewusst gewesen, dass sowohl die Testexpedition als auch die Arktis-Überquerung im nächsten Jahr 'die kompromisslose Akzeptanz eines unlimitierten Risikos voraussetzen'", ist in der heutigen Ausgabe des Tages-Anzeigers zu lesen.

Hans Ambühl weiter: "Einerseits bin ich natürlich überrascht und auch enttäuscht über das schnelle Ende der Expedition. Auf der anderen Seite bin ich aber auch stolz und glücklich, dass Thomas auf der Testexpedition die Antwort auf eine sehr zentrale Frage gefunden hat und sich aus eigenem Antrieb und nicht aufgrund einer Verletzung oder einer Notfallsituation für den Abbruch entschieden hat." Thomas Ulrich soll gestern die russische Eisstation Barneo erreicht haben.

Eintrag vom Juni 2013 im Polararchiv Schweiz. Homepage und Webshop von Thomas Ulrich

Bild: Tages-Anzeiger / zvg

Samstag, 23. November 2013

Captain Margrith Ettlin

Der ersten Schweizerin mit einer Hochsee-Kapitänslizenz ist am 7. August 2013 in Reykjavik das Kommando für das Expeditionsschiff Silver Explorer übertragen worden. Für Silversea Expeditions befährt die Pfäffikonerin das Luxus-Kreuzfahrtschiff der Eisklasse A1 (Zulassung bis bis 0,8 m Eisdicke) auch die Gewässer der Arktis und Antarktis.

Silversea http://www.silversea.com/expeditions/meet-team/captains/?staff=16835
SRF: http://www.srf.ch/sendungen/aeschbacher/ja-das-leben