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Dienstag, 20. Februar 2018

Kuun metsän Kaisa / Kaisa’s Enchanted Forest (Filmabend im NONAM Zürich am Freitag, 2. März 2018, 19 Uhr)

Der von Krankheiten gezeichnete Schweizer Autor Robert Crottet spürt schon als junger Mann den Ruf der Arktis und reist dorthin, um den Menschen aus dem hohen Norden zu begegnen. Er wird von den Skolt Sámi willkommen geheißen und ist sogleich vom Reichtum ihrer Traditionen fasziniert – speziell von der erzählerischen Begabung der lebensfrohen Matriarchin Kaisa Gauriloff. Nachdem er sich ihren Respekt erworben hat, darf er die von Kaisa erzählten Geschichten und Legenden aufnehmen. Diese betörenden Märchen werden mit Animationen bebildert, welche mit Roberts biografischen Impressionen und den düsteren historischen Ereignissen verwoben werden. Sie bezeugen die entsetzlichen Auswirkungen des Krieges auf Leben und Heimat der Skolt Sámi, welche nie wieder die gleiche sein sollte. Kaisas Urenkelin Katja Gauriloff führt Regie. Die Filmemacherin zeichnet eindrucksvoll Roberts poetische Begeisterung für Kaisa und deren zauberhafte Welt nach. (Berlinale 2017)

Tickets unter: nonam@zuerich.ch oder Telefon 044 413 49 80.

Die Skolt-Sami Kaisa Gauriloff (Copyright Oktober)

Mittwoch, 19. Februar 2014

Autor, Übersetzer, Ethnograph und Sammler: Hans Ulrich Schwaar (1920-2014)

Am 3. Februar 2014 ist der Emmentaler Hans Ulrich Schwaar in Lappland verstorben. Bereits vor drei Jahren wurde sein Leben und Werk im Historischen Lexikon der Schweiz von Carmen Furger gewürdigt: 

*31.1.1920 Sumiswald, ref., später Freidenker, von Oberlangenegg, Ehrenbürger von Langnau im Emmental. Sohn des Christian und der Anna geb. Wiedmer. Ledig. Primarlehrerausbildung am Seminar Muristalden in Bern, Stud. an den Univ. Basel und Neuenburg mit Diplomabschlüssen in Französisch und Sport. 1954-82 Lehrer in Trubschachen, Gohl und Langnau. Schon während seiner Zeit als Lehrer im Emmental begann S., Werke von Charles Ferdinand Ramuz ins Berndeutsche zu übertragen und berndt. Geschichten und Gedichte zu schreiben ("Ämmegrien" 1979). Nach 1982, als er v.a. in Lappland lebte, kamen Übersetzungen von Sagen, Liedern und Gedichten aus dem Finnischen, Schwedischen und Norwegischen sowie Aufzeichnungen (u.a. "Farinet in Lappland" 2003) und ethnograph. Werke über Lappland (u.a. "Näkkälä" 2006) hinzu. Aus der Beschäftigung mit den Illustratoren von Ramuz' Werk entstand eine Kunstsammlung (Stiftung Hans Ulrich Schwaar), der später eine Sammlung sam. Künstler in Inari (Lappland) folgte. 1982 und 1992 Literatur- bzw. Kulturpreis des Kt. Bern, 1988 Ritterorden der Weissen Rose für seine Verdienste um die finn. Kultur. HLS: http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D12273.php

Nachrufe sind erschienen in der Bernerzeitung http://www.bernerzeitung.ch/region/emmental/In-Lappland-fand-er-seine-ewige-Heimat/story/20075079, im Bund http://www.derbund.ch/kultur/buecher/Kunstsammler-und-Schriftsteller-HansUlrich-Schwaar-verstorben/story/22774523 sowie im Unter-Emmentaler http://www.schuerch-druck.ch/pages/de/Online.html&archiv=0&offset=0&such_text=&artikel=3912.

Ein Teil seines literarischen Werks ist im Verlag Waldgut greifbar http://www.waldgut.ch/e35/e694/e624/, der Film Näkkälä von Peter Ramseier bei Artfilm.ch https://www.artfilm.ch/naekkaelae-von-peter-ramseier-auf-vod&lang=de