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Montag, 2. Januar 2017

The Chukotka expedition of I. P. Tolmachoff. In search of the Northern Route, by Olga A. Krasnikova

Weber im Winter 1910 (Aus: Keller/Kobold S. 583)
Der an der ETH zum Bauingenieur ausgebildete Ernst Karl Weber war von 1909 bis 1910 Mitglied einer Expedition zur Vermessung der nordostsibirischen Küste von der Mündung der Kolyma bis zur Beringstrasse. Das wissenschaftliche Team bestand aus dem Geologen Innohenty P. Tolmachev, dem Topographen M. Ya. Kozhevnikov und Weber als Geodät; für die Versorgung und den Transport wurden lokale Kräfte in Anspruch genommen.

Nach einer Überwinterung vermass er allein noch 400 Kilometer Pazifikküste. „Der Totgesagte kehrte im August 1910 nach St. Petersburg zurück. Erst nach Intervention des Schweizer Gesandten erhielt Weber von der Akademie sein Gehalt für die in Sibirien verbrachten 18 Monate ausbezahlt.“ [Mumenthaler, 1996, S. 432f.] Die Ergebnisse dieser Expedition bildeten die Grundlage für die ersten zuverlässigen Karten der dortigen Küstengebiet.

Krasnikova, Olga A.: The Chukotka expedition of I. P. Tolmachoff. In search of the Northern Route, in: Science first hand, 1 Sep 2016, volume 44, N2

Literatur

Keller, Hans/Kobold, Fritz: Schweizer Beitrag zur Erforschung der nordostsibirischen Eismeerküste. Ernst K. Weber und die russische Expedition vom Jahre 1909, in: Schweizer Ingenieur und Architekt, 102 (1984), No. 30/31, S. 579-584. Link

Mumenthaler, Rudolf: Im Paradies der Gelehrten. Schweizer Wissenschaftler im Zarenreich (1725-1917), Zürich 1996. (Beiträge zur Geschichte der Russlandschweizer 6). S. 416-434.

Tolmachoff, Innokenty P.: Sibirian passage. An explorer’s search into the Russian Arctic. New Brunswick 1949.

Weber Reise in Nordostsibirien (Aus: Mumenthaler S. 422)

Freitag, 24. Januar 2014

Beat Schweizer - "Диксон быт / An der Frostgrenze (Ausstellung im PhotoforumPasquArt, Biel)

Aus der Serie Dikson. Copyright Beat Schweizer


























„Birgt das Leben in der nördlichsten Stadt Sibiriens eine Anomalie? In Zusammenarbeit mit dem Berner Schriftsteller Urs Mannhart hat Beat Schweizer einen fotografischen Essay über Dikson, die ehemalige 'Hauptstadt der Arktis' und Überlebende des Untergangs der kommunistischen Welt verwirklicht.“ (PhotoforumPasquArt)

Vernissage: Samstag, 1. Februar 2014, 17 Uhr. Die Ausstellung dauert bis zum 20. April 2014.

Link zur Ausstellung: http://www.photoforumpasquart.ch/index.php?id=4&lang=de&eid=114
Beat Schweizer: http://www.beatschweizer.com/

Siehe in diesem Blog auch "Sozialismus tiefgekühlt." (12. November 2013)

Dienstag, 12. November 2013

Sozialismus tiefgekühlt, von Urs Mannhart

Die Sowjetunion ist untergegangen. Doch im sibirischen Dorf Dikson lebt sie einfach weiter. Der 1975 geborene Schweizer Schriftsteller schreibt im 12. Heft der Zeitschrift "Reportagen" vom August 2013 über die nach einem amerikanischen Sponsor Erik Adolf Nordenskiölds benannte Siedlung bzw. Insel in der russischen Karasee.

Für 2 Franken kann der Artikel hier als PDF heruntergeladen werden:
http://www.reportagen.com/content/sozialismus-tiefgek%C3%BChlt