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Sonntag, 23. Dezember 2018

ARKTIS TAG 2019 im Nordamerika Native Museum (Sonntag, 3. Februar 2019, 10 bis 17 Uhr)

Einst wie heute leben die Inuit im Einklang mit ewiger Kälte und kargen Landschaften. Ausgeklügelte Jagdtechniken, eine karge Speisekarte und das unübertroffene Talent der Specksteinbearbeitung faszinieren seit jeher. Tauchen Sie während des ArktisTag im NONAM ein die faszinierende Welt des hohen Nordens.

Mit Filmen, Fotovortrag, Throatsinging Performance, Führungen und der offenen Werkstatt. In der offenen Kreativ-Werkstatt bearbeiten wir mit den Jüngsten eigene Specksteinamulette als Andenken und zum Weiterdenken.

10-17 Uhr / Drop-In jederzeit
 "Coole" Filme im Medienraum Nunavut: Our land - 20 Episoden aus dem Leben der Inuit.

13 –16 Uhr / Drop-In jederzeit
Offene Kreativ-Werkstatt Speckstein – Amulett Die Inuit sind wahre Meister in der Specksteinfigurenbearbeitung. Im Museum gibt es zahlreiche Figuren, Tiere und sogar ein Flugzeug und eine Top Gun zu entdecken. Tauche ein die die Welt der Formen und ritze im Atelier dein eigenes Speckstein-Amulett.

11-12 Uhr Familienführung
"Inuk … was?" Lerne sie alle kennen: den Inukshuk, das Kajak und den Amauti Und hast du schon vom Einhorn der Meere gehört?

12:15 – 13:15 Uhr Öffentliche Führung
"Go North" Fokus Arktis Entdecken Sie die Vielfalt in Kunst, Jagd und Handwerk der "Gegend ohne Bäume" in unserer Sammlung.

13:30-15:00 Uhr Throatsinging Performance
Olga Letykai & Alissa Csonka (Nation: Chukchi) Olga und ihre Tochter entführen sie mit ihrem Kehlkopfgesang auf eine musikalische Reise an die Ufer der Eismeere.

15:15-16:45 Uhr Foto-Vortrag von Markus Bühler
"Inuit – Leben am Rande der Welt" Der Bezirk Thule mit seiner Hauptstadt Qaanaaq ist der nördlichste Punkt auf Erden, der von Menschen bewohnt ist. Achthundert Menschen leben in der Stadt und ihrer Umgebung, die meisten sind Inuit, ein Volk von Jägern, Fischern, Sammlern.

Markus Bühler hat die Thule Inuit begleitet – im Alltag und während der Jagd – und ermöglicht einmalige Einblicke in das harte Leben im hohen Norden.

Nordamerika Native Museum (NONAM), Zürich

Markus Bühler aus: Vanishing Thule



Dienstag, 20. Februar 2018

Kuun metsän Kaisa / Kaisa’s Enchanted Forest (Filmabend im NONAM Zürich am Freitag, 2. März 2018, 19 Uhr)

Der von Krankheiten gezeichnete Schweizer Autor Robert Crottet spürt schon als junger Mann den Ruf der Arktis und reist dorthin, um den Menschen aus dem hohen Norden zu begegnen. Er wird von den Skolt Sámi willkommen geheißen und ist sogleich vom Reichtum ihrer Traditionen fasziniert – speziell von der erzählerischen Begabung der lebensfrohen Matriarchin Kaisa Gauriloff. Nachdem er sich ihren Respekt erworben hat, darf er die von Kaisa erzählten Geschichten und Legenden aufnehmen. Diese betörenden Märchen werden mit Animationen bebildert, welche mit Roberts biografischen Impressionen und den düsteren historischen Ereignissen verwoben werden. Sie bezeugen die entsetzlichen Auswirkungen des Krieges auf Leben und Heimat der Skolt Sámi, welche nie wieder die gleiche sein sollte. Kaisas Urenkelin Katja Gauriloff führt Regie. Die Filmemacherin zeichnet eindrucksvoll Roberts poetische Begeisterung für Kaisa und deren zauberhafte Welt nach. (Berlinale 2017)

Tickets unter: nonam@zuerich.ch oder Telefon 044 413 49 80.

Die Skolt-Sami Kaisa Gauriloff (Copyright Oktober)

Freitag, 1. Dezember 2017

Erstes Netzwerk-Treffen Arktis-Sammlungen Schweiz (10./11. November 2017 in St. Gallen)

Am 10./11. November 2017 fand das Treffen des neu initiierten «Netzwerkes Arktis Sammlungen Schweiz NASS» im Historischen und Völkerkundemuseum St.Gallen HVM statt. An der Veranstaltung nahmen rund 20 Personen teil, die sich beruflich oder privat mit Objekten bzw. Dokumentationen aus dem arktischen Raum beschäftigen.

Im ersten Teil stellte das HVM seine Arktissammlung und deren Provenienz in zwei Vorträgen von Achim Schäfer, Sammlungsleiter HVM (Otto Nordenskjöld) bzw. Peter Müller, Provenienzforschung HVM (Trautmann Grob) vor. Anschliessend führte Jolanda Schärli durch die seit 2015 neu eröffnete Nordamerika-Ausstellung. Den Grossteil der Inuit-Objekte hat das HVM 1909 von Otto Nordenskjöld angekauft, einem schwedischen Geologen und Polarforscher.

Am Nachmittag referierte der Restaurator Ulli Freyer in einem äusserst spannenden und erkenntnisreichen Vortrag über die Materialien Horn, Schildpatt und Walbarte. Er liess die Teilnehmenden die verschiedenen Materialien auch haptisch erleben.

Die Kuratorin Martha Cerny stellte die Cerny Inuit Collection vor, eine der weltweit umfassendsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst aus dem hohen Norden von beiden Seiten der Beringstrasse. Ein Schwerpunkt des Vortrags war die Verarbeitung des Klimawandels in der arktischen Kunst.

Das Nordamerika Native Museum NONAM in Zürich hat in den letzten Jahren schon mehrere Ausstellungen zum Thema Arktis realisiert. Florian Gredig stellte die Sammlungen vor, darunter auch die Arktis-Datenbank und -Bibliothek von Hubert Wenger und Beatrice Wenger-Peek (Genf).

Sabine Bolliger, Leiterin der Archäologischen Sammlung des Bernischen Historischen Museums BHM, gab Einblick in die Sammlung und Dokumentationen zu den Ausgrabungen des Archäologen Hans Georg Bandi, der in den 1970er Jahren mehrmals in Alaska Ausgrabungen leitete. Sie ist daran, die Sammlung Bandi umfassend zu dokumentieren.

Am Samstagvormittag trafen sich 12 Teilnehmende zum Brunch im Hotel Dom, um im kleinen Kreis zu diskutieren und sich zu vernetzen. Zum Abschluss gab das HVM mit einer Führung des Sammlungsleiters Achim Schäfer einen Einblick hinter die Kulissen. Ausgewählte Objekte, die sonst im Depot schlummern, konnten aus der Nähe studiert werden.

Das Treffen erwies sich als eine sehr gelungene Veranstaltung: Es wurden neue Kontakte geknüpft und Erkenntnisse weitergegeben. Sämtliche Teilnehmenden wünschten eine Fortsetzung der Veranstaltung. Die Kerngruppe (HVM, BHM, Cerny Inuit Collection, NONAM) trifft sich Anfang 2018 in Bern, um eine Veranstaltung im ähnlichen Rahmen für Ende 2018 zu besprechen. (Quelle: Historisches und Völkerkundemuseum St. Gallen)

Hauptfassade Historisches und Völkerkundemuseum St. Gallen (Quelle: Wikipedia)