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Freitag, 5. April 2013

Neuerscheinung: Alfred de Quervain - Erforscher physikalischer Extreme und Überquerer des grönländischen Inlandeises

"Höher und kälter - Forschung am geographischen Limit. Von den Pionierleistungen Alfred de Quarvains zur heutigen Polar- und Höhenforschung" war das Thema des 192. Jahreskongress der Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT) am 25./26. Oktober 2012 in Interlaken. http://kongress12.scnat.ch/

Der Anlass dazu bot das 100-Jahr-Jubiläum der zweiten Überquerung des grönländischen Inlandeises durch eine vierköpfige Crew unter Leitung des Geophysikers und Meteorologen Alfred de Quervain (1879-1927). http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D28918.php. Im einführenden Referat hatte der Schreibende die Ehre und das Vergnügen, sein Leben und Werk vorzustellen. 

Eingezeichnet die Route von etwa 650 Kilometern Länge





































  




Die bisher umfassendste Darstellung über das Leben dieses vielseitigen und tatkräftigen Wissenschafters und stilistisch brillanten, humorvollen Schriftstellers ist unter dem Titel Alfred de Quervain - Erforscher phsikalischer Extreme und Überquerer des grönländischen Inlandeises erschienen. 

40 Seiten mit 16 teilweise farbigen Abbildungen. Mit Inhaltsverzeichnis sowie dreiseitigem Literatur- und Abbildungsnachweis. Leinenverstärkte Klebebindung als englische Broschur, Format A5. Inklusive Verpackungs- und Versandspesen CHF 20 (Schweiz), Euro 20 (EU-Länder). Lieferung nach Vorauszahlung.

Bestellungen: polararchiv.ch@gmail.com. Bibliographische Daten 

Inhalt
1. Prolog
2. Alfred de Quervains Werdegang und berufliche Stationen
3. Ereignisse um 1910… 
4. .... und Stand der Polarforschung 
5. Die Vorbereitungen zur zweiten Überquerung des Inlandeises
6. Die „Schweizerische Grönland-Expedition“
7. „Gebt mir Hunde!“
8. Exkurs: Navigation 
9. Das Höhenprofil und Oberflächenband des Inlandeises
10. Bei den Bewohnern der Ostküste

Am Morgen des 21. Juli 1912 erklettern vier Männer unter der Leitung von Alfred de Quervain einen Moränenwall. Dieser befindet sich an der Ostküste Grönlands auf 800 Metern über Meereshöhe. Die vier haben eine exzellente Leistung vollbracht: Sie haben den Eisschild, von dem der „sechste Kontinent“ überzogen ist, bis auf eine Höhe von 2’500 Metern erstiegen. Und ihn auf einer Strecke von 650 Kilometern überquert. In vier Wochen, mit zwei von dreissig Hunden gezogenen Schlitten. 
Nach vielen vergeblichen Versuchen – die erste Begehung des Inlandeises geht auf das Jahr 1729 zurück – war es Fridtjof Nansen im Jahr 1888 zum ersten Mal gelungen, das Inlandeis zu überqueren. Auf einer kürzeren Route, ungefähr 400 Kilometer weiter im Süden gelegen. 
Doch Triumphgefühle, auch nur so etwas wie Genugtuung, wollen sich bei de Quervain, den beiden deutschen Expeditionsmitgliedern, dem Architekten Roderich Fick und Ingenieur Karl Gaule sowie dem St.  Moritzer Arzt Hans Hössli nicht einstellen. Denn als sie ihre Karte auseinanderfalten und nach Übereinstimmungen im Gelände suchen, müssen sie feststellen, dass sie kaum welche erkennen können.

„Verlassen Sie sich ja nicht auf die Karte! Bauen Sie nicht auf die Karte“ dringen de Quervain die Worte des dänischen Marineoffiziers und Entdeckers Gustav Frederik Holm jetzt schmerzhaft wieder ins Bewusstsein. Den betagten Kapitän hatte er vor der Einschiffung nach Grönland in Kopenhagen besucht und ihn um Ratschläge für diesen Abschnitt der Reise gebeten. Seine Warnung behielt de Quervain jedoch für sich. Holm wollte dreissig Jahre zuvor auf der „Frauenbootexpedition“ auch diesen Abschnitt der „kalten Küste“ Ostgrönlands kartographieren. Doch ausgerechnet hier, beim weit ins Land reichenden Sermilik-Fjord, den die vier Männer jetzt überblicken können, war es ihm nicht gelungen, mit dem Schiff hineinzugelangen. Treibeis hatte den Eingang zum Fjord versperrt. Deshalb konnte Holm auf der Karte nur einzeichnen, was aus der Ferne zu erkennen war. Zusätzlich stützte er sich noch auf die Angaben der Inuit. (Aus dem Prolog)




Zeitgenössische Darstellung eines unbekannten Künstlers (Polararchiv Schweiz).
























Seit 3.2.17 im Volltext verfügbar.

Kommentare:

  1. Schönes Blog zu einem interessanten Thema. Unter welcher E-Mail-Adresse kann ich die Publikation zu Alfred de Quervain bestellen?

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  2. Auch ich bin an dieser Publikation interessiert. Wo kann ich sie beziehen?

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